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WARENKORB

Kleines Gaskartuschen 1x1

  • Marc
  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen



Um ein bisschen mehr Klarheit und Verständnis in den Umgang mit Gaskartuschen oder nachfüllbaren Gasflaschen zu bringen, hier ein paar wichtige Unterschiede:


Leider gibt es im Internet noch immer Falschaussagen zu den einzelnen Gaskartuschen oder Gasflaschen - gerade beim Druck oder Gewindearten, was für Verwirrung sorgt.


Es gibt verschiedene Größen und Füllgewichte von handelsüblichen EN 417 Schraubgaskartuschen mit Füllgewichten von meist 450 g/500 g oder 230 g und 100 g.

Diese Schraubkartuschen mit einem 7/16 EU Rechtsgewinde, welches in der Fachbezeichnung ein 7/16 -28 UNEF ist.

Was wiederum bedeutet: 7/16 Zoll Außendurchmesser (11,1 mm) und 28 Gänge (Gewindesteigung) ist auf 1 Zoll bezogen. Diese finden Verwendung bei den zuvor aufgeführten Gaskartuschen. In der Regel werden bei Gasflaschen Linksgewinde verwendet und somit stellen die EN 417 Schraubgaskartuschen eher eine Ausnahme mit ihrem Rechtsgewinde dar.


Der Fülldruck bei Zimmertemperatur beträgt ca. 2,5 bar. Bei Temperaturen unter 10°C etwa 1,2 bar und bei 40°C schon 4-5 bar. Wie man sieht, ändert sich der Druck sehr stark mit steigenden oder fallenden Temperaturen, was auch die schwankende Leistung im Betrieb beeinflusst, da kein Druckminderer wie an den größeren Propangasflaschen verbaut ist (5 kg/11 kg) und der Druck niedriger liegt als bei Propangasflaschen (20°C – 7 bar und höher).

Ebenso beeinflusst auch das spezielle Gasgemisch des jeweiligen Herstellers die Leistung, welche uns letztendlich zur Verfügung steht.


Wir verwenden bevorzugt Gaskartuschen mit einem Propananteil von mindestens 20%, da diese bei kühleren Temperaturen im Herbst/Winter noch akzeptabel funktionieren.

Desto länger und schneller eine Gaskartusche z.B. bei Temperaturen um die 10°C entleert wird, desto schneller wird diese vereisen, was wiederum die innere Verdampfung des Butangases erschwert. Man sollte deshalb bei Temperaturen unter 10°C besser das starke Vorheizen am Grill vermeiden, um ein frühzeitiges Vereisen vorzubeugen.

Ein weiterer Effekt ist, dass bei kälteren Temperaturen vorwiegend das vorhandene Propan zuerst verdampft, da es einen Siedepunkt von -42°C und Butan -0,5°C hat. Das hat zur Folge, dass ab etwa 30% Füllstand nur noch sehr wenig Propan in der Gaskartusche vorhanden ist, was sich beim nächsten Wintergrillen noch schlechter auswirken wird.


Gegenmaßnahmen: Was tun, wenn man aber gerne auch im Winter bei frostigen Temperaturen grillen will?


Für die Vielgriller und bei Minustemperaturen empfehle ich eine kleine nachfüllbare Propangasflasche oder einfach die 5 kg/11 kg Standard Gasflaschen.


Für die Verwendung einer kleinen nachfüllbaren Propangasflasche gibt es extra unseren Original FLAMMBO Durchflussbegrenzer, der speziell für unseren FLAMMBO entwickelt wurde und einen direkten Anschluss an eine nachfüllbare Propangasflasche zusammen mit einer Schnellkupplung NW5 ohne Verwendung eines Druckminderes ermöglicht! Dies ist nachhaltig, spart Gewicht und Platz.


Unser Gasgrill FLAMMBO, ist der Einzige am Markt, der diesen speziellen Stecknippel-Durchflussbegrenzer besitzt und mit abgenommen bzw. geprüft wurde!


Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von sogenanntem Wintergas, wie unter anderem von Primus oder Coleman angeboten. Diese Gaskartuschen verfügen über einen gewissen Isopropananteil, welcher auch bei niedrigen Temperaturen gut verdampft. Primus verwendet zusätzlich noch ein inneres Vlies, welches die Verdampfung bei niedrigen Temperaturen fördern soll.


Eine weitere Alternative sind sogenannte beheizte USB-Cover, welche aus dem Angelbedarf kommen. Ich selbst habe diese noch nicht getestet, empfehle aber nicht nur auf die Ausgangsleistung/ Wärmeleistung des Covers zu schauen, sondern vor allem auf die Ausgangsleistung der Powerbank, da diese letztendlich ausschlaggebend ist, wieviel Leistung abgerufen werden kann.


Was tun, wenn man Standardgaskartuschen aber trotzdem bei kalten Temperaturen nutzen will? Eine Maßnahme ist, die Gaskartusche mittels Neopren-Cover warm zu halten, bis zum Zeitpunkt des Grillens, da das Neopren gut isoliert.

Zum Grillen das Gaskartuschen Cover entfernen, da dieses die Vereisungskälte noch mehr an der Gaskartusche hält. Ein leichtes, aufrechtes Schütteln während des Betriebes fördert die Verdampfung (auf eigene Gefahr). Bei Gaskartuschen mit wenig Füllmenge hilft zusätzlich auch ein Anwärmen durch die die Handflächen wenn diese vereist.


Es gibt auch Empfehlungen im Internet, die Kartusche in ein warmes Wasserbad zu stellen, allerdings war uns das immer zu umständlich.


Unser FLAMMBO funktioniert durch den patentierten Doppelkammerrohrbrenner auch noch bei niedrigen Temperaturen etwas besser im Vergleich zu anderen Outdoor-Gasgrills, welche mit Kartuschen betrieben werden.


Noch ein Gefahrenhinweis: Man sollte niemals leere Gaskartuschen wieder mit Propan befüllen! Im Internet gibt es gewisse Videos und auch in manchen Foren wird davon berichtet… Die große Gefahr bei einer Propanfüllung in einer EN 417 Gaskartusche ist, dass man die Gaskartusche irgendwann in der Sonne stehen lässt und die Kartusche platzt. Aber selbst, wenn die Kartusche durch das Ventil nur abblasen würde, wäre dies in einem verschlossenen Fahrzeug fatal und lebensgefährlich!


Das Titelbild zeigt eine EN 417 Gaskartusche, welche zu 1/3 mit Propangas wiederbefüllt wurde und ein paar Stunden in der Sonne stand. Die Sicherheitswölbung ist schon am Limit! 

 
 
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